Sutta Pitaka

Dhammapada | Pfad der Erscheinung


Inhalt

  1. Zwillinge, Dhp 1-20
  2. Nichtachtlosigkeit, Dhp 21-32
  3. Herz, Dhp 33-43
  4. Blüten, Dhp 44-59
  5. Kindisch, Dhp 60-75
  6. Weise, Dhp 76-89
  7. Ehrenwert, Dhp 90-99
  8. Tausende, Dhp 100-115
  9. Schändung, Dhp 116-128
  10. Strafe, Dhp 129-145
  11. Alter, Dhp 146-156
  12. Selbst, Dhp 157-166
  13. Weltall, Dhp 168-178
  14. Wacher, Dhp 179-196
  15. Süße, Dhp 197-208
  16. Kostbarkeit, Dhp 197-208
  17. Wut, Dhp 221-234
  18. Gifte, Dhp 235-255
  19. Naturgesetz, Dhp 256-272
  20. Marsch, Dhp 273-289
  21. Abfall, Dhp 290-305
  22. Mangel, Dhp 306-319
  23. Schlauch, Dhp 320-333
  24. Dürsten, Dhp 334-359
  25. Bettler, Dhp 360-382
  26. Würdenträger, Dhp 383-423

  27. Dhammapada (Dph) | Dhammapada.site - English & Pali | ATI: English


Vorwort

Dhammapada - so geht die Erscheinung. Wer diesem Pfad der Erscheinung folgt der wandelt in der Erscheinung - dem Dhamma. Der Erscheinung über die Erscheinungen. Aufklärung über das Weltall. Der einzige Pfad der Reinigung für Wesen - Menschen und Unmenschen. Die beste Medizin. Ein Licht im Weltall, die Devas an Strahlkraft übertreffend. Doch bitte sei nicht kindisch und spalte nicht deinen Kopf damit. Du brauchst ihn als Teil deines Körpers. Mara ist hier "die Verführungskraft", Yama "der Tod" und Indra und Brahma die "höchsten der leuchtenden Wesen", den Devas. Alles klar? Es fängt an mit der Vorstellung, denn...

Yasmakavagga / Zwillinge, Dhp 1-20

[1] In der Vorstellung erblühen Erscheinungen, die Vorstellung lenkt (,ist König), denn alles ist vorgestellt. Wenn jemand mit verdorben gährender Vorstellung eine Handlung in Rede oder Körper durchführt, dann wird Stress folgen genau diesem, so wie der Karren dem Lastentier.

[2] In der Vorstellung erblühen Erscheinungen, die Vorstellung lenkt, denn alles ist vorgestellt. Wenn jemand mit wohltuend gährender Vorstellung eine Handlung in Rede oder Körper durchführt, dann wird die Süße folgen genau diesem so wie der Schatten der nie verläßt.

[3] "Er schändete mich, er schlug mich, er hat mich übermannt, er hat mich ausgeraubt." Jenewelche solchen Gedanken anhängen stillen nicht ihre Feindseeligkeit.

[4] "Er schändete mich, er schlug mich, er hat mich übermannt, er hat mich ausgeraubt." Jenewelche nicht solchen Gedanken anhängen stillen ihre Feindseeligkeit.

[5] Feindseeligkeit wird niemals durch Feindseeligkeit befriedet in dieser Welt. Durch Nicht-Feindseeligkeit allein wird Feindseeligkeit befriedet. Diese Erscheinung ist ewig.

[6] Da sind jene, welche nicht üben, dass wir eines Tages alle sterben müssen. Doch jene, welche dies üben beenden ihr Ringen.

[7] So wie der Sturm einen schwachen Baum niederwirft, so übermannt Mara jenen der für die Jagt nach Freuden lebt, welcher unachtsam ist in seinen Sinnen & maßlos in seinem Verbrauch, schmerzfrei und zügellos.

[8] So wie der Sturm keinen Bestand hat gegen einen felsigen Berg, so kann Mara niemals diesen zwingen der sich aufhält unverunreinigt, welcher achtsam ist in seinen Sinnen & maßvoll im Verzehr, angefüllt mit Überzeugung & ehrlichem Streben.

[9] Jenerwelcher verwahrlost ist, leer an Selbstberuhigung & Wahrhaftigkeit, sollte jener die erdfarbene Robe eines Bettler tragen, so ist dieser sicherlich der Robe nicht würdig.

[10] Jenerwelcher gereinigt von Verwahrlosung ist, wohleingerichtet in diesen Gewohnheiten/Tugenden, und gefüllt mit Selbstberuhigung, so ist dieser in der Tat der erdfarbenen Robe würdig.

[11] Jene welche das Unwichtige mit dem Wichtigen vertun, und das Wichtige mit dem Unwichtigen, sich in unvollständigen Gedanken aufhalten, erreichen niemals das Wichtige.

[12] Doch jene welche das Wichtige als wichtig kennen, und das Unwichtige als Unwichtig, sich in gesamten Gedanken aufhalten, erreichen das Wichtige.

[13] So wie der Regen durch ein schlechtgeschindeltes Dach bricht, so durchdringt Verlangen das ungeübte Herz.

[14] So wie der Regen nicht durch ein wohlgeschindeltes Dach bricht, so durchdringt Verlangen nicht das wohlgeübte Herz.

[15] Der Tuer von Schandtaten trauert hier und hiernach; er trauert in beiden der Welten. Er klagt und ist beeinflußt, seine eigenen unreinen Taten wiederkäuend.

[16] Der Tuer von Wohltaten frohlockt hier und hiernach; er frohlockt in beiden der Welten. Er frohlockt und ist bewegt, seine eigenen reinen Taten wiederkäuend.

[17] Der Tuer von Schandtaten stresst hier und hiernach; er stresst im beiden der Welten. Der Gedanke, "Schaden habe ich getan," foltert ihn, er stresst dann noch mehr in die Reiche des Mangels gegangen.

[18] Der Tuer von Wohltaten frohlockt hier und hiernach; er frolockt in beiden der Welten. Der Gedanke, "Wohl habe ich getan," erfreut ihn, er frohlockt sogar noch mehr in die Reiche der Wonne gegangen.

[19] Viel sagt jener die erhaltenen Texte her, doch handelt er nicht sobestimmt, dieser achtlose Mensch ist wie ein Viehhierte der nur die Kühe anderer zählt - so hat er nicht Teil an den Früchten des schamanischen Lebens.

[20] Wenig sagt er die erhaltenen Texte her, doch bringt er die Lehre zur Übung, Verlangen entsagend, Haß, und Wahn, mit wahrer Weisheit und mutigem Herz, klebend an nichts in dieser oder einer anderen Welt - so hat er in der Tat Teil an den Früchten des schamanischen Lebens.


Appamadavagga / Nichtachtlosigkeit, Dhp 21-32

[21] Nichtachtlosigkeit führt zur Todlosigkeit. Achtlosigkeit ist der Pfad zum Tod. Die Achtsamen sterben nicht. Die Achtlosen sind schon so gut wie tot.

[22] Klares Verstehen ist die Vervollkommnung der Achtsamkeit, die Weisen verzücken darin und genießen den veredelnden Frieden.

[23] Die Weisen, immer gesammelt und beständig bewahrend alleine erfahren Entbindung, die unvergleichliche Freiheit vom Joch. [Yoga]

[24] Immer wächst die Anerkennung von jenem welcher vermögend ist, achtsam und rein im Betragen, unterscheidend und selbstberuhigt, richtig das Leben erwerbend und nichtachtlos.

[25] Durch Anstrengung und und Nichtachtlosigkeit, Selbstzügelung & Selbstmeisterschaft, lass den Weisen eine Insel aus sich herstellen die keine Flut überwinden kann.

[26] Der Narr und der Unwissende erfreuen sich in Achtlosigkeit, doch der Weise hält als seinen höchsten Schatz: Nichtachtlosigkeit

[27] Gib der Achtlosigkeit keinen Raum. Gib dich nicht hin den sinnlichen Freuden. Nur der Nichtachtlose und Gesammelte erwirbt anhaltende Süße.

[28] So wie jemand vom Gipfel eines Berges aus die Bodenlinge beschaut, genau so, dann wenn der Weise Achtlosigkeit durch Nichtachtlosigkeit verbannt und den Bergfried der Weisheit hält, dieser trauerlose Held beschaut die trauernden und närrischen Massen.

[29] Nichtachtlos unter den Achtlosen, weit erwacht unter den Schläfrigen, der weise Mensch schreitet fort so wie ein schnelles Pferd - lässt das langsamere stehen.

[30] Durch Nichtachtlosigkeit gewann Indra den Vorstand über die Devas. Nichtachtlosigkeit wird gepriesen, Achtlosigkeit nicht gern gesehen - immer.

[31] Der Bettler übend Nichtachtlosigkeit, scheuend Achtlosigkeit, er schreitet fort wie ein Feuer, er durchbrennt Ketten groß und klein.

[32] Der Bettler übend Nichtachtlosigkeit, scheuend Achtlosigkeit, er wird nicht fallen, er ist an der Schwelle der Entbindung.


Cittavagga / Herz, Dhp 33-43

[33] So wie ein Pfeilmacher den Schaft begradigt, genau so begradigt der unterscheidende Mensch sein Herz - so flackernd und unstet, so schwierig zurück zu halten.

[34] So wie ein Fisch aus dem Wasser gezogen, aufs Land geworfen hin und her flappt, genau so ist dieses Herz aufgewühlt. Daher sollte man das Reich von Mara zurück weisen.

[35] Wundervoll, in der Tat, ist es das Herz zu brechen. Leichtfüßig, erobernd was auch immer es begehrt. Ein gebrochenes Herz bringt die Süße.

[36] Lass den unterscheidenden Menschen das Herz bewachen. so schwierig zu begreifen & hoch tiefgehend, erobernd was auch immer es begehrt. Ein bewachtes Herz bringt die Süße.

[37] In einer Höhle sich aufhaltend, weit fortgeschritten und ohne Halt ganz allein. Jene welche das Herz überwinden sind befreit von Mārabandhanā den Bändern des Verlangens.

[38] Weisheit wird niemals vollkommen in denen welche Herzen nicht beständig sind, die die Tatsächlichkeit der Erscheinung nicht verstehen, deren Überzeugung flackert.

[39] Es gibt keine Angst in einem Wachen, dessen wessen Herz nicht besudelt ist von Gier, nicht getrübt von Hass, und der jenseits von Verdienst & Verlust gegangen.

[40] Übend, dass dieser Körper so zerbrechlich wie ein Tontopf ist und dieses Herz festigend, so wie eine wohlbefestigte Burg, vertreibe Mara mit dem Schwerte der Weisheit. Dann, die Eroberung bewachend, bleibe ungebunden.

[41] Bald schon bald! Dieser Körper wird zu Boden liegen, ungeachtet und leblos, so wie ein weggeworfener Knüppel.

[42] Was auch immer für Schaden ein Feind einem Feind tuen kann, oder ein Haßer einem Haßer, ein ungelenkes Herz schadet sich selbst noch viel mehr.

[43] Weder Mutter, Vater, noch irgendeine Verwandschaft kann einem größeres Wohl tun als ein wohlgeübtes Herz.


Pupphavagga / Blüten, Dhp 44-59

[44] Wer mag diese Erde überwinden, dieses Reich von Yama und diese Blase aus Menschen und Devas? Wer mag die Vervollkommnung des wohlgelehrten Pfades der Weisheit bringen, so wie ein Meistergirlandenmacher seine Blütenpracht?

[45] Ein Streber-auf-dem-Pfad wird die Erde überwinden, dieses Reich von Yama und diese Blase aus Menschen und Devas. Der Streber-auf-dem-Pfad wird zur Vervollkommnung bringen diesen wohlgelehrten Pfad der Weisheit, so wie ein Meistergirlandenmacher seine Blütenpracht.

[46] Übend, dass dieser Körper wie Schaum nur ist, seine zerrspiegelartige Natur, und so Maras blütenbespitzte Pfeile der Sinnlichkeit heraus pflückend, unsichtbar für den König des Todes geht so!

[47] Wie die mächtige Flut das schlafende Dorf hinfort spült, so spült der Tod diese Jemande hinfort mit abgelenktem Herz die nur die Blüten sich pflücken.

[48] Der Todmacher bringt unter seine Macht diesen Jemand mit abgelenktem Herz, der in unbefriedetem Sinnenverlangen nur die Blüten sich pflückt.

[49] So wie eine Biene Honig sammelt von Blüten ohne Geruch & Farbe zu verletzen, genau so geht der Befreite auf seiner Bettelrunde durch das Dorf.

[50] Lass Niemand nach Fehlern in Anderen suchen; lass Niemand die Aus- oder Einflüsse Anderer nur sehen. Doch lass Jeden seine eigenen Taten beschauen, getan und nicht getan.

[51] Wie eine beschauliche Blüte voll der Farbe, doch ohne Duft, genau so fruchtlos sind die gerechten Worte eines Jemand der sie nicht übt.

[52] Wie eine beschauliche Blüte voll der Farbe und auch voll Duft, genau so fruchtvoll sind die gerechten Worte eines jemand der sie auch übt.

[53] So wie aus einem großen Haufen von Blüten viele Girlanden gemacht werden können, genau so sollten vielerlei wohltuende Taten getan werden von Jemand geboren als sterblich.

[54] Nicht einmal der betörende Duft der Blüten, nicht Sandel, Tagara, oder Jasmin vermag gegen den Wind anzublasen. Aber der Duft dieser Tugenden bläßt gegen den Wind. Wahrlich der tugendhafte Mensch durchwirkt alle Richtungen mit dem Wohlgeruch seiner Tugend.

[55] Von allen Düften - Sandel, Tagara, blauer Lotus und Jasmin - der Duft dieser Tugend ist der süßeste.

[56] Blass ist der Duft von Tagara und Sandel, doch vorzüglich ist der Duft dieser Tugendhaften, er weht sogar unter den Devas.

[57] Mara findet niemals den Pfad der wahrhaftig Wirkenden, welche sich aufhalten in Nichtachtlosigkeit und befreit sind durch vollkommes Wissen.

[58] Auf einem Haufen Scheiße im Straßengraben blüht ein Lotus. Duftend und erbaulich.

[59] Genau so, auf dem Scheißhaufen der blinden Sterblichen, strahlt der Schüler der Gesamtselbsterwachten prächtig in Weisheit.


Balavagga / Kindisch (Der Narr), Dhp 60-75

[60] Lange ist die Nacht für die Schlaflosen; lange ist die Ochsentour für die Müden. Lange ist weltliches Bestehen für Kindische die die unterschwellige Wahrheit nicht kennen.

[61] Wenn ein Sucher nicht findet einen Gefährten besser oder gleich, dann lass Jemand entschloßen einen einsamen Kurs steuern: Es gibt keine Genossenschaft mit dem Kindischen.

[62] Der Kindische sorgt sich, denkend, "Ich hab Söhne, ich hab Vermögen." In Tat wenn er sich selbst nicht gehört, wem sind die Söhne, wem das Vermögen?

[63] Ein Kindischer der sich seine Narretei vorstellt ist weise zumindest in dieser Ausdehnung, doch der Kindischer der sich selbst als Weise vorstellt ist in der Tat gesamt ein Narr.

[64] Obwohl er das ganze Leben lang sich an einen Weisen hängt, versteht ein Kindischer nicht mehr von der Erscheinung als ein Löffel den Geschmack der Suppe schmeckt.

[65] Obwohl er sich nur in einem Augenblick mit einem Weisen verbindet, versteht ein unterscheidender Jemand doch schnell die Erscheinung, so wie die Zunge den Geschmack der Suppe schmeckt.

[66] Kindische mit wenig Weisheit sind sich selbst Feind wie sie herum wimmeln in schändendem Tun, dessen Früchte von welchem bitter sind.

[67] Schändend getan ist die Tat des Tuns, welche später Jemand bereut, und deren Frucht Jemand, winselnd, ernten muß unter Tränen.

[68] Wohl getan ist die Tat des Tuns welche später Niemand bereut, und deren Frucht Jemand mit Freude und Glück ernten darf.

[69] Solange die schändende Tat nicht zur Reife kommt, denkt der Kindische sie als süß sich wie Honig. Doch wenn die schändende Tat zur Reife kommt, kommt der Kindische zu Stress.

[70] Mond für Mond mag der Kindische auch sein Mahl, mit einem Grashalm nur nehmen, so ist er doch immer nur ein sechzehntel wert, von denen die die Wahrheit durchdringen.

[71] Wahrlich, eine schändende Tat getan bringt nicht unmittelbar Frucht, wie Milch nicht sogleich sauer wird. Aber schwelend, folgt sie dem Kindischen wie Feuer bedeckt von Asche.

[72] Zu seinem eigenen Untergang nur erwirbt der Kindische hier Wissen, weil es spaltet seinen Kopf und zerstört seine Güte.

[73] Der Narr ersehnt unverdienten Verdienst, Vorsitz über Bettler, das Sagen über Möncheien, und Ehre unter Haushaltern.

[74] "Lasst Haushalter und Fortgeschrittene denken es war von mir getan. In jedem Werk, groß oder klein, lass sie mir folgen" - so ist das Ersehnen des Narren; so wächst sein Anspruch und sein Stolz.

[75] Eins ist der Erwerb von weltlichem Gewinn, und ganz etwas anderes ist der Pfad zur Entbindung. Dies klar durchdringend, lass nicht den Bettler, den Schüler eines Buddha, davon getragen werden von weltlichem Anspruch, sondern Entsagung statt dessen entwickeln.


Panditavagga/ Weise, Dhp 76-89

[76] Sollte Jemand einen Menschen finden der aufzeigt und der maßregelt, lass ihn so einem Weisen und scharfsinnigen Wesen folgen so wie man einen versteckten Schatz hüten würde. Es ist immer besser, und niemals schlechter, so eine Verbindung zu fördern.

[77] Lass ihn ermahnen, unterweisen und beschirmen Jemand vom Falsch; dieser, in der Tat, ist geschätzt von den Wohlwollenden und misachtet von den Schändern.

[78] Verbinde dich nicht mit schändenden Freundlichen; ersehne nicht die schändende Gegenwart. Verbinde dich mit tugendhaften Freundlichen verbinde dich mit dem Veredelten.

[79] Er der die Erscheinung stillt, hält sich in der Süße auf, mit gereinigter Aufmerksamkeit: in Leuchten. Der Weise erbaut sich stets an der Erscheinung kündet vom Veredelten.

[80] Wassermeister führen das Wasser, Pfeilmacher begradigen den Schaft, Zimmerleute formen das Holz, die Weisen meistern das Selbst.

[81] So wie ein Einkristallfels nicht vom Sturm geschüttelt wird, so ist ein Weiser nicht von Lob oder Tadel bewegt.

[82] So wie ein tiefer, klarer See, genau so erstrahleln die Weisen, von der Erscheinung hörend.

[83] Die Wohlwollenden entsagen Allem. Die Tugendhaften ringen nicht mit dem Ersehnen von Freuden. Die Weisen zeigen keine Erhebung oder Eindruck, wenn von Süße oder Stress berührt.

[84] Er ist in der Tat weise, und im Recht, jener welcher weder für sein Selbst noch für das eines Anderen schändet, wer nicht Söhne, Reichtum und Königreich ersehnt, und nicht den Erfolg mit dem Mittel der Schändung.

[85] Wenige unter den Menschen sind die, welche zum entfernten Ufer übersetzen, die Vielzahl der Menschen läuft auf und nieder nur am Ufer des Diesseits.

[86] Doch jene welche im Einklang mit der vollkommen übertragenen Erscheinung handeln werden das Reich des Todes durchwaten, so schwer zu überqueren.

[87] Zurücklassend geschändete Übertragung der Erscheinung, lass den Weisen bestellen den leuchtenden Pfad. Vom der Heimstätte in die Heimstättenlosigkeit gegangen, lass ihn sich sehnen nach dieser Süße in der Entsagung, so schwierig zu erreichen.

[88] Durch das Zurücklassen von Sinnenfreuden, mit keiner Bindung daran, lass den Weisen sich reinigen von den Ausflüssen des Herzens.

[89] Mit Verfielfachern der Achtsamkeit erfreuen sie sich am Herz wohl geworden. Die Einsprenkelungen der Welt herausgeschmiedet, erreicht schon die anhaltende Entbindung.


Arahantavagga / Ehrenwert, Dhp 90-99

[90] Wer den Marsch gegangen ist, trauerlos, befreit auf jede Weise. Jemand, der alle Bänder zurück gelassen hat, dieser hat nicht das Fieber der Leidenschaft.

[91] Die Achtsamen üben sich selbst. Sie hängen nicht an einer Heimstätte; wie Schwäne den See verlassen lassen sie Heimstätte nach Heimstätte zurück.

[92] Die welche nicht horten und maßvoll sind mit Bezug auf Verbrauch, deren Tugend die Leere ist, das unbedingte Loslassen dieser Weide - deren Pfad kann nicht gefunden werden, so wie der der Vögel in der Luft.

[93] Jenewelche deren Ausflüsse des Schlundes beendet wurden und die an Nährstoffen nicht hängen, deren Tugend die Leere ist, - deren Pfad kann nicht gefunden werden so wie der der Vögel in der Luft.

[94] Sogar die Devas halten den Weisen in Achtung, dessen Sinne unterworfen sind wie Pferde wohlgebändigt von einem Wagenlenker, dessen Stolz zerstört wurde und der frei ist von Ausflüssen.

[95] Da ist nichts mehr in dieser Welt für den Weisen der, so wie die Erde nichts scheut, der fest steht wie eine mächtige Säule und rein ist, so wie ein tiefer See vom Schlamm.

[96] Ruhig ist Jemandes Vorstellung, ruhig ist Jemandes Rede, und ruhig das Handeln auch, wirklich wissend, vollbefreit, ganz gestillt und weise.

[97] Jemand ohne blinde Überzeugung, welcher das Unerschaffene kennt, der Bänder löst, einer der alle Gelegenheit für Wiedergeburt zerstört, und deine Kotze frisst: In der Tat ausgezeichnet.

[98] Wo Veredelte sich aufhalten ist es angenehm, Dorf, Wald, Tal, oder: Auf dem Gipfel.

[99] Angenehm ist der Urwald, in dem Weltlinge keinen Frieden finden. Da finden die Leidenschaftslosen ihre Freuden - weil sie keine Leiden schaffen.


Sahassavagga / Tausende, Dhp 100-115

[100] Besser als tausend nutzlose Wörter ist ein einzelnes nutzvolles Wort nur, durch dessen Hören man Frieden erwirbt.

[101] Besser als tausend nutzlose Verse ist ein einzelner nutzvoller Vers nur, durch dessen Hören man Frieden erwirbt.

[102] Besser als hunderte bedeutungslose Verse herzusagen ist das hersagen eines einzigen Verses nur von der Erscheinung, durch dessen Hören man Frieden erwirbt.

[103] Obgleich Jemand eintausend mal eintausend Menschen in der Schlacht auch besiegt, so ist doch in der Tat der edle Sieger nur wer das Selbst besiegt.

[104] Selbstsieg ist weit besser als Sieg von Anderen.

[105] Nicht mal eine Deva, ein himmlischer Lautenspieler, Mara oder Brahma kann den Sieg eines Jemand der selbstgemeistert ist und immergezähmt im Betragen in Niederlage wandeln.

[106] Mond für Mond für hundert Jahre soll man Opfer anbieten in den tausenden, doch wenn man nur einem Moment dem geübten Herzen die Ehre erweist so ist diese Ehre in der Tat besser als ein Jahrhundert des Opfers.

[107] Obgleich jemand für hundert Jahre das Opferfeuer unterhalten soll in diesem Urwald hier, und wenn man nur einem Moment dem geübten Herzen die Ehre erweist so ist diese Ehre in der Tat besser als ein Jahrhundert des Opfers.

[108] Was auch immer für Gaben und Opfer Jemand der Wohl tuen will für ein ganzes Jahr gibt zum Verdienst, all das ist nicht wert einen Cent davon die Ehre zu erweisen einem auf dem geradeherauslaufenden Pfad.

[109] Für Jemand mit der Gewohnheit den Älteren die Ehre zu erweisen wachsen vier Dinge an: Lebensspanne, Strahlen, Süße und Jugend.

[110] Und wenn man hundert Jahre auch lebt, dusselig und ungesammelt, einen Tag nur zu leben in diesem tugendhaften Jhana ist besser.

[111] Und wenn man hudert Jahre auch lebt, unweise und zügellos, einen Tag nur zu leben in diesem weisen Jhana ist besser.

[112] Und wenn man hundert Jahre auch lebt, träge und zügellos, einen Tag nur zu leben in entschloßenem Anfang ist besser.

[113] Und wenn man hundert Jahre auch lebt und nie das Anebbem und Abebben sieht, einen Tag nur zu leben Anebben und Abebben der Dinge sehend ist besser.

[114] Und wenn man hundert Jahre auch lebt, und nie die Todlosigkeit sieht, einen Tag nur zu leben die Todlosgkeit sehend ist besser.

[115] Und wenn man hundert Jahre auch lebt, und nie diese beste Erscheinung sieht, einen Tag nur zu leben diese beste Erscheinung sehend ist besser.


Papavagga / Schändung, Dhp 116-128

[116] Eile dich wohl zu tun; bändige dein Herz vor Schandtat. Jener welche langsam im wohltuen ist, sein Herz erfreut die Schändung.

[117] Wenn Jemand eine Schandtat vollbringt, dann lass es ihn nicht wieder und wieder tun. Lass ihn daran keine Freude finden, denn stressvoll ist die Sammlung der Schändung.

[118] WennJjemand eine Wohltat vollbringt, dann lass es ihn wieder und wieder tun. Lass ihn daran Freude finden, denn süß ist die Sammlung des Wohls.

[119] Es mag wohl sein mit dem Schänder so lange die Schandtat nicht ausreift. Doch wenn sie letzlich ausreift, dann sieht der Schänder seine schändende Tat.

[120] Es mag Schaden sein mit dem Wohltäter so lange die Wohltat nicht ausreift. Doch wenn sie letzlich ausreift, dann sieht der Wohltäter seine wohltuende Tat.

[121] Denk nicht leichtfertig über die Schandtat und sage, "Sie wird nicht über mich kommen." Tropfen für Tropfen ist das Wassergefäß gefüllt. Ebenso sammelt der Kindische, klein für klein Selbst voll Schändung.

[122] Denk nicht leichtfertig von der Wohltat und sage, "Sie wird nicht über mich kommen." Tropfen für Tropfen ist das Wassergefäß gefüllt. Ebenso sammelt der Weise, klein für klein voller Wohl.

[123] So wie ein Händler mit kleiner Begleitung und großem Vermögen eine gefährliche Strecke vermeidet, so wie jemand der zu leben wünscht Gift vermeidet, so sollte jemand die Schändung scheuen.

[124] Wenn in der Hand keine Wunde ist, dann kann man darin sogar manche Gifte tragen. Diese Gifte verletzen einen nicht wenn man nicht verletzt ist. So ist jemand der keine Schandtat tut frei von Schändung.

[125] Jener welcher einengt jemand der nicht eingeengt werden sollte, jemand der rein ist und ohne Verunreinigung: Das Schänden kommt gleich zurück zu dem Narr so wie feiner Staub geworfen gegen den Wind.

[126] Manche werden im Unterleib geboren; die Schänder fahren zur Hölle; die Wohltäter in den Himmel; die Ausflußlosen entschlüpfen in entgültiger Entbindung.

[127] Weder am Himmel noch in der Mitte der See, noch in Bergeshöhlen, einfach nirgends auf der Welt gibt es einen Ort an dem jemand den Folgen der Schändungen entrinnt.

[128] Weder am Himmel noch in der Mitte der See, noch in Bergeshöhlen, einfach nirgends auf der Welt gibt es einen Ort an dem jemand nicht von diesem Tod übermannt wird.


Dandavagga / Strafe, Dhp 129-145

[129] Alle zittern vor dem Stock; alle fürchten den Tod. Sich an den Standpunkt des Anderen versetzend, sollte Jemand nicht töten oder Anderen zum Töten bringen.

[130] Alle zittern vor dem Stock; alle schätzen das Leben. Sich an den Standpunkt des Anderen versetzend, sollte Jemand nicht töten oder Anderen zum Töten bringen.

[131] Jener welcher den Stock erhebt zur Schändung von Wesen ersehnend die Süße, wenn er selbst die Süße doch ersehnt, wird nicht zur Süße geneigt sterben.

[132] Jener welcher den Stock nicht erhebt zur Schändung von Wesen ersehnend die Süße, wenn er selbst die Süße doch ersehnt, wird zur Süße geneigt sterben.

[133] Sprich nicht roh zu irgendjemandem, weil die so Zugesprocheben könnten vergelten. In der Tat, wütende Rede verletzt, und Gegenwirkung könnte dich überholen.

[134] Wenn jemand, wie ein gesprungener Gong, sich selbst stillt, dann neigt jemand sich zur Entbindung, da Gegenwirkung nicht länger in ihm ist.

[135] So wie ein Kuhhirte das Vieh auf die Weide treibt mit dem Stock, so treiben Altern & Tod als Lebenskraft die Wesen.

[136] Wenn der Narr eine Schandtat vollbringt, dann merkt er es nicht mal. Der Ahnungslose Mensch wird von seinen eigenen Taten gequält, wie Jemand der brennt im Feuer.

[137] Er der Gewalt ausübt an denen unbewaffnet, und der einengt die nicht eingeengt werden sollten, wird bald in einem dieser zehn Zustände sein:

[138] Stechender Schmerz, oder Unglück, körperliche Verletzung, schwere Erkrankung, oder Verrücktheit im Herzen,

[139] Ärger mit dem König, gewaltige Anklage, Verbundene verloren, Besitz aufgelöst,

[140] Gebäude niedergebrannt. Bei dem Auflösen des Körpers wird Jemand unwissend sich finden an Orten so genannt der Mangel.

[141] Weder nackt gehen, noch schillernde Locken, weder Dreck fressen noch Fasten, weder niederliegen, noch das Haupt mit Asche bedecken und Staub, sogar nicht Sitzen auf den Fersen kann einen Sterblichen reinigen, der den Zweifel nicht überwunden hat.

[142] Wohlausgestattet, wenn gehalten, ruhig, achtsam und im gesamten Leben eingerichtet, zur Seite gelegt Schändung aller Wesen - er, wahrlich ist ein Würdenträger, ein Schamane, ein Bettler.

[143] Nur selten gibt es einen Menschen im Weltall, welcher gezügelt von Bescheidenheit, das Tadeln vermeidet, so wie ein Vollbluthengst die Peitsche.

[144] Wie ein Vollbluthengst berührt von der Peitsche, sei begeistert und bestärkt, Überzeugung & Tugend & Anstrengung, Achtsamkeit durch Untersuchung im Lichte der Erscheinung & volkommene Weisheit aufrecht erhaltend: Zerstör diese Masse aus Stress.

[145] Wassermeister führen das Wasser, Pfeilmacher begradigen den Schaft, Zimmerleute formen das Holz, die Tugendhaften meistern das Selbst.


Jaravagga / Alter, Dhp 146-156

[146] Und wer jetzt lacht, warum Freude, wo besständig deine Achtsamkeit in Flammen steht? Gebunden in Düsternis, willst das Licht denn du nicht sehen?

[147] Beschau diesen deinen Körper - ein gemaltes Bild, eine Masse aufgetürmter Narben, unbeständig, voller Verlangen - an dem nichts beständig ist oder besteht.

[148] Diese Form ist abgetragen, ein Hort des Verrottens. Diese gährende Masse bricht auf, denn Tod ist das Ende des Lebens.

[149] Da liegen friedenstaubenfarbene weggeworfene Knochen, wie Kürbissamen verteilt im Herbst. Dies gesehen habend, was lacht Jemand da?

[150] Diese Stadt ist gebaut aus Knochen, gepflastert mit Fleisch & Blut; innendrin sind Alter & Tod, Herumstolzieren & Eifersucht.

[151] Sogar herrliche königliche Streitwagen reiben auf, und auch dieser Körper reibt sich auf. Aber die Erscheinung des Wohl altert nicht; daher machen Wohlwollende es Wohltuenden bekannt.

[152] Der Mensch mit wenig Übung wird alt wie ein Bulle. Er wächst in der Masse, doch, seine Weisheit wächst nicht.

[153] Durch viele Heimstätten in diesem Rundherum bin ich gewandert umsonst, der Erbauer dieser Heimstätte: Nicht zu finden. Wiederhoung des Werdens ist in der Tat Stress!

[154] Oh Erbauer! Du wirst beschaut! Du wirst diese Heimstätte nie wieder errichten; denn deine Rippen sind gebrochen und deine Säule zerborsten. Das Dürsten des Herzens hat sein Ende gefunden; jemand hat die Zerstörung des Verlangens erworben.

[155] Jene welche so jung nicht das gesamte Leben schon leben, oder es nicht gelingt Vermögen zu üben, lungern wie alte Kraniche im Teich ohne Fisch.

[156] Jene welche so jung nicht das gesamte Leben schon leben, oder es nicht gelingt Vermögen zu üben, liegen seufzend über der Vergangenheit, wie verschoßene Pfeile des Bogens [von Mara].


Attavagga / Selbst, Dhp 157-166

[157] Wenn jemand das Selbst als wohltuend kennt, sollte jemand sich schützend davor hüten. Lass den Weisen Menschen Wache halten während aller drei Wachen der Nacht.

[158] Jemand sollte zuerst das Selbst an seinem Platz verweisen, dann den Anderen unterweisen. Es sollte nicht vergiftet sein: Der Weise.

[159] Jemand sollte tun was er Andere zu tun unterweist; wenn jemand andere unterweisen würde, dann sollte jemand das Selbst wohlmeistern. Schwierig in der Tat ist diese Meisterschaft des Selbst!

[160] Das Selbst ist der Beschützer des Selbst; wer sonst könnte sein Beschützer wohl sein? Das Selbst ganz gemeistert, erwirbt man Meisterschaft so schwierig zu erwerben.

[161] Das Schänden eines Ahnungslosen Menschen getan von seinem Selbst, geboren aus seinem Selbst und hergestellt durch sein Selbst, reibt ihn auf wie ein Diamand einen Edelstein zerreibt.

[162] Wenn überwuchert von dem anwachsenden Mangel des Anderen - so wie der Salbaum von Ranken - jemand tue sich nicht an was ein Feind jemand wünschen würde.

[163] Es ist leicht Taten zu vollbringen die nicht verdienstvoll sind, und die nicht wohltuend sind. Doch ausufernd schwer sind Taten zu vollbringen die verdienstbringend sind, und die wohltuend sind.

[164] Jener welcher die Lehre des Würdigen, des Edlen, des Aufhaltens in der Erscheinung, anklagt mit dummer Sicht zur Stütze der Schändung. Dessen Früchte reifen in Selbstzerstörung wie Bambus.

[165] Vom Selbst wird Schändung geübt; durch Selbst wird Jemand geschändet. Vom Selbst wird Schändung gelassen; durch Selbst wird jemand gereinigt. Reinheit & Unreinheit hägen aneinander; niemand vermag jemand zu reinigen.

[166] Lass Jemand nicht den eigenen Fortschritt im Verdienst hingeben für zur Beförderung des Anderen darin, egal wie aufgebläht. Den eigenen Fortschritt klar durchdringend, lass Jemand den eigenen Verdienst in der Erscheinung nur verfolgen.


Lokavagga / Weltall, Dhp 168-178

[167] Übe nicht die unteren Erscheinungen, verbinde dich nicht nachlässig damit. Falsche Sicht nicht umarmen währe: Hingabe an die das Weltall, die Raumzeit, das Hier&Jetzt.

[168] Steh auf! Sei nicht unachtsam gegenüber der Erscheinung! Handle in Wohltat! In der Erscheinung handeln versüßt dieses Weltall und vervollkommnet es.

[169] In der Erscheinung handeln sollte jemand Wohl tun . In der Erscheinung handeln versüßt dieses Weltall und vervollkommnet es.

[170] Jemand der das Weltall als Blase als Spiegelung nur sieht, den sieht der König des Todes gar nicht.

[171] Komm! Beschau dieses Weltall, es ist wie ein verzierter königlicher Streitwagen. Da taumeln die Narren, doch den Weisen liegt gar nichts daran.

[172] Jemand der vorher achtlos war ist achtlos danach nicht mehr, er klärt dieses Weltall auf so wie den Mond erlöst von Wolken.

[173] Jemand, der mit Wohltat sein getanes Schänden ersetzt, er klärt dieses Weltall auf wie den Mond erlöst von Wolken.

[174] Blind ist das Weltall; hier blicken nur wenige durch. Nur ein paar, wie Vögel schlüpfen durch das Netz, gegangen in die Reiche der Himmel.

[175] Dem Lauf der Sonne folgen Schwäne; Menschen gleiten durch Luft auf nicht normalen Kräften; die Weisen werden durch das Weltall bewegt, zum Sieg gegen Mara mit seiner Horde.

[176] Jener welcher aus der Erscheinung heraustritt, lügend, so ein Mensch, der das Jenseits verlassen hat, da es gibt keine Schändung die nicht vermocht wird.

[177] Wahrlich, Ablaßwechsler fahren nicht in den Himmel ein; noch preisen die Narren Freigiebigkeit. Doch der Weise frohlockt im Geben, dadurch erhält er Süße anderswo.

[178] Besser noch als Herrschaft über die Erde, besser als in den Himmel gegangen zu sein, besser als Herrschaft über alle RaumZeiten ist die beste Frucht im Strom zu sein.


Buddhavagga / Wacher, Dhp 179-196

[179] Wessen Eroberung verloren, wer den Sieg nicht jagt, in jedwedem Weltall, der spurlose Wache unbegrenzter Reichweite dessen Pfad [du] zerstören wirst.

[180] In wem folgende Verstrickung und Verwicklung nicht mehr besteht: Verlangen wird weiteres Werden, der spurlose Wache unbegrenzter Reichweite dessen Pfad [du] zerstören wirst.

[181] Diese Weisen die sich hingeben dem Jhana und die sich erfreuen in Ruhe & Rückzug. Gesamterwachte Achtsame, die Devas schätzen sie.

[182] Es ist schwierig als Mensch geboren zu sein; Schwierig ist das Leben der Sterblichen. Schwierig ist es die Gelegenheit zum Hören der wahrhaftigen Erscheinung zu erwerben, und noch schwerer ist es an dem Aufstehen der Wachen teilzuhaben.

[183] WeltAllschändung vermeiden, kunstvolles Unternehmen [upasampadā: Anerkennung als Bhikkhu] und das eigene Herz dabei reinigen - das ist die Lehre der Wachen.

[184] Die Vervollkommnung der Gedult ist Verzichtsübung im Ertragen, "Entbindung ist vollkommen," sagen die Wachen, "Er ist kein Schamane der Andere schändet, nicht vollkommen wenn er Andere dazu benutzt.

[185] Schuldlosigkeit, Tatlosigkeit, der Weg der Freien & Unterscheidungsfreiheit, Bescheidenheit an Nährstoffen & abgeschiedener Sitz. Geübtes Herz & Hingabe - das ist die Lehre der Wachen.

[186] Kein Regen aus Goldmünzen ist zu finden, der die Sinnensehnsucht zu stillen vermag. Weniger Freude denn Stress ist Sinnensehnsucht, punktum!", dies verstanden die Weisen.

[187] Dies sogar im himmlischen Sinnensehnen. Der Schüler des Gesamtselbsterwachten gibt sich hin der Zerstörung dieses Sehnens.

[188] Gegrieben allein durch Angst, gehen Menschen zum Schutz an vielerlei Orte - in die Hügel, die Wälder, Haine, Bäume und Schreine.

[189] So, in der Tat, ist kein sicherer Schutz; so ist nicht der höchste Schutz. Niemals so hier her zum Schutz gekommen wird man von allem Streß erlöst.

[190] Jener welcher zum Schutz zu dem Wachen geht, zur Lehre und den Übenden, durchdringt mit volkommener Weisheit vier edle Wahrheiten -

[191] Streß, der Ursprung des Streß, das Auswurzeln des Stress, und den Edlen Achtpfadigen Marsch der Übung der zum Entwurzeln des Stress führt.

[192] Das ist in der Tat der sichere Rückzug, dies ist der überlegene Schutz. In so einen Schutz gegangen zu sein, ist man von all diesem Streß erlöst.

[193] Schwer zu finden ist der Vollblutmensch; er wird nicht allewelt geboren. Wo so ein Weiser entsteht, in diesem Klan wächst Süße an.

[194] Süß ist das Dhamma des Buddha und süß ist die Lehre des tatsächlichen Dhamma; süß ist die Sangha der Übenden der einheitlich zustimmenden Entsagung.

[195] Jener welcher in Ehren hält die der Ehre wert sind, die Wachen und ihre Schüler, die alle Hindernisse überwunden haben und jenseits des Trauerns und Wehklagens durchgebrochen sind -

[196] - jener welcher solch Friedliche und Angstfreie ehrt, sein Verdienst lässt sich nicht berechnen.


Sukkhavagga / Süße, Dhp 197-208

[197] Süß in der Tat leben wir, Feindlos wohl unter den Feinden. Unter den feindseligen Menschen verweilen wir, frei von Feindschaft.

[198] Süß in der Tat leben wir, Unbefallen wohl unter den Befallenen. Unter den befallenen Menschen verweilen wir, frei von Befall.

[199] Süß in der Tat leben wir, Habsuchtsfrei wohl unter Habsüchtigen. Unter den habsüchtigen Menschen verweilen wir, frei von Habsucht.

[200] Süß in der Tat leben wir, wir die wir nichts besitzen. Von Freudenentrückung nähren wir, so wie die leuchtenden Devas.

[201] Sieg erzeugt den Feind; die Besiegten verweilen in Streß. Süße erfahren die Befriedeten, zurücklassend beides: Sieg & Untergang.

[202] Es gibt kein Feuer so wie Verlangen und keinen Teufel so wie Haß. Es gibt kein Übel so wie die Grenzflächen voller Stress und keine Süße größer als Entbindung.

[203] Hunger ist die erste Krankheit, gebaute Welt ist der Streß. Dies wissend so wie es wirklich ist, üben Weise Entbindung: Das höchste Süß.

[204] Gesundheit ist der kostbarste Erwerb, und die Vervollkommnung die höchste Gabe. Vertraute habend als Verwandte, Entbindung ist das höchste Süß.

[205] Den Geschmack des Rückzugs & das Aroma des Friedens genießend, schmerzfrei und schandfrei wird er, sich labend an Freude in der Erscheinung.

[206] Wohl ist es Edle zu sehen, mit ihnen zu leben ist immer süß. Jemand wird immer süß sein, wenn jemand nicht auf Narren nur trifft.

[207] Jener welcher mit Narren zusammen lebt, für einen längeren Abschnitt der Zeit, der trauert. Stress ist des Narren Gegenwart - immer. Angenehm zu leben ist es mit Mutigen, so wie ein Treffen mit seinen lieben Verwandten.

[208] Deshalb, ist es schlau weisen Geübten zu folgen, Geduldigen, Gewidmeten. Jemand sollte nur so jemandem folgen, der welcher so wahrhaftig kennend ist. So wie der Mond dem Lauf der Sterne folgt.


Piyavagga / Kostbarkeit ('Ehemann', 'mein Schatz', 'husband - Hausband'), Dhp 197-208

[209] An was man sich nicht binden sollte selbst zu unternehmen, sich zu werfen unter was nicht getan werden sollte. Eine Ruheort betretend, das Verlangen nach Kostbarkeit zurück gelassen reinigt Jemand sein Joch.

[210] Halte nicht fest an der Kostbarkeit, und auch nicht am Gegenteil, weil unsichtbares Kostbares und sichtbares Gegenteil sind stressvoll.

[211] Daher halte nicht fest an der Kostbarkeit, weil Trennung von Kostbarem schmerzt. Fesseln die nichts kostbares enthalten oder das Gegenteil, die gibt es überhaupt nicht.

[212] Durch Kostbarkeit entsteht Trauer, durch Kostbarkeit entsteht Angst. Für jemand von Kostbarkeit losgelassen, gibt es keine Trauer, wo ist die Angst?

[213] Durch Befall (mit romantischer Liebe) entsteht Trauer, durch Befall entsteht Angst. Für jemand von Befall losgelassen, gibt es keine Trauer, wo ist die Angst?

[214] Durch Anhang (an Gewohnten) entsteht Trauer, durch Anhang entsteht Angst. Für jemand von Anhang losgelassen, gibt es keine Trauer, wo ist die Angst?

[215] Durch Sinnenverlangen (an den Grenzflächen) entsteht Trauer, durch Sinnenverlangen entsteht Angst. Für jemand von Sinnenverlangen losgelassen, gibt es keine Trauer, wo ist die Angst?

[216] Durch Dürsten (nach Dhukkha Nirodha) entsteht Trauer, durch Dürsten entsteht Angst. Für jemand von Dürsten losgelassen, gibt es keine Trauer, wo ist die Angst?

[217] Mit der Tugend der Weisheit ausgestattet, in der Erscheinung stehend die Wahrheit kennend, jemandes Selbst erzeugt Handlung (Kamma), so kostbar.

[218] Jemand der das Unbeschreibliche übt, sich aufhält in erweiterter Vorstellung, jener wessen Herz nicht um Sinnenverlangen kreist: Stromaufwärts wird so ein jemand genannt.

[219] Wenn, nach langer Abwesenheit, ein Mensch zurückkehrt von weit her, seine Verwandten, Freunde & Wohlwollenden, heißen ihn willkommen bei seiner Ankunft.

[220] Auf diese Weise ist welcher weise handelt, in diesem Weltall zum jenseitigen Ufer (Vervollkommnung) gegangen. Seine Wohltaten heißen ihn wilkommen wie kostbare (angetraute) Verwandte.


Kodhavagga / Wut (Verdauung), Dhp 221-234

[221] Wut sollte man töten, die Vorstellung vom gesamten Joch, aller Fesseln, so Name&Form losgelassen befällt jemand nicht: Der Stress

[222] So, dies sage ich hier, wie ein Wagenlenker die Zügel dafür nützt, halten Andere nur die Zügel.

[223] Durch Nichtwut wird die Wut besiegt, so wie Nichtwohl durch Wohl; Selbstsucht besiegt von Freigiebigkeit, Falsche Rede durch Wahrheit.

[224] Sprich die Wahrheit, gib der Wut nicht nach; wenn gefragt, gib auch wenn du nur wenig hast. Durch diese drei Mittel allein kann man die Gegewart der Devas erreichen.

[225] Gewaltlos diese Freien und immerfort die Reaktionen im Körper beruhigt, Sie gehen an den ewigen Ort, an dem man nicht trauert

[226] Jene welche immer die Vorstellung bewachen, üben Tag & Nacht, und immer zur Entbindung geneigt sind - ihre Ausflüsse verblassen.

[227] Oh Atula! In der Tat ist dies eine vorzeitliche Übung schon, und nicht nur gegenwärtig: Sie zeigen auf die welche still sind, sie zeigen auf die welche reden zu viel, sie zeigen auf die welche reden im Maß. Es gibt niemanden auf den sie nicht zeigen.

[228] Es gab nie, es gibt nie und weder noch ist da jetzt, ein Jemand der gesamt gepriesen oder gescholten wird.

[229] Doch der Mensch den die Weisen preisen, nach Untersuchung Tag für Tag, fehlerloses Betragen strebt der Selbstopfernde an, befestigt in Tugend & Weisheit.

[230] Wer kann auf so jemand zeigen, so wertvoll wie eine Münze aus veredeltem Gold? Sogar die Devas preisen ihn; von Brahma sogar wird so jemand gepriesen.

[231] Jemand sei auf der Hut vor Wut, die im wütenden Körper aufsteigt. Zurücklassend wütende körperliche Tat, lass jemand im Körper wohl handeln.

[232] Jemand sei auf der Hut vor Wut, die in wütender Rede aufsteigt. Zurücklassend wütende wörtliche Rede, lass jemand in der Rede wohl handeln.

[233] Jemand sei auf der Hut vor Wut, die in wütender Vorstellung aufsteigt. Zurücklassend wütende Vorstellung, lass jemand in der Vorstellung wohl handeln.

[234] Die Weisen gemeister im Körper, gemeister in der Rede, gemeistert in der Vorstellung. Sie sind wahrlich wohlgemeistert.


Malavagga / Gifte, Dhp 235-255

[235] Wie ein verwelktes Blatt bist du nun; die Boten des Todes erwarten dich. Du stehst am Vorabend der Abreise, doch hast du keinen Vorrat für die Reise!

[236] Mach eine Insel aus dir! Streng dich an und werde weise! Befreit von Unreinheiten und gereinigt von Giften, so sollte jemand den Aufenthaltsort der Edlen betreten.

[237] Dein Leben ist nun zum Ende gekommen; Du schreitest fort in die Gegewart von Yama, dem König des Todes. Keine Rast gibt es dort auf dem Weg, und doch hast du keinen Vorrat für die Reise!

[238] Mach eine Insel aus dir! Streng dich an und werde weise! Befreit von Unreinheiten und gereinigt von Giften, so solltest jemand Geburt & Verfall von der Schippe springen.

[239] Ein Bedachtsamer (medhāvī: Meditator) sollte seine Unreinheiten heraushämmern: Klein auf Klein, Jetzt auf Jetzt, so wie ein Schmied die Krätze aus dem Silber.

[240] So wie der Rost der im Eisen entsteht die Grundlage seines Entstehens aufzehrt, genau so führt ihre Maßlosikeit bestimmte welche zu Zuständen des Mangels.

[241] Nichtdurchdringen ist das Gift der heiligen Schriften, Nachlässigkeit ist das Gift eines Gebäudes, Trägheit ist das Gift der eigenen Erscheinung, Achtlosigkeit ist das Gift einer Wache.

[242] Das wechselhafte Gift ist das Fehlen (in Taten, Worten & Gedanken). Geiz ist das Gift des Gebenden. Gifte in der Tat sind schändende Erscheinungen, in diesem Weltall und auch der anderen Seite.

[243] So ist das giftigste Gift die Unwissenheit, Unwissenheit ist Vervollkommnung des Gifts. So lasst stehen dieses eine Gift nur, oh Bettler!

[244] Leicht ist das Leben in viehischer Schamlosikeit, verdorben, rücksichtsloses Raffen, hassend.

[245] Schwer ist das Leben in Gewissenhaftigkeit, immerfort übend, vorsichtiger reiner Lebenserwerb, sehend.

[246] Wer auch immer tötet, lügt, stiehlt, bei dem Partner eines anderen liegt,

[247] & sich ständig mit Selbst trunken macht (durch Alkohol zum Beispiel). Gräbt sich selbst aus an der Wurzel, hier [& jetzt] und so das ganze Weltall.

[248] Wisse dies, oh befreundeter Mensch, eine ungemeisterte Person ist eine schändende Erscheinung. Lass nicht Gier und unaufgeklärte Erscheinungen, dich vereinnamen in langwierigem Stress.

[249] Geber wahrlich haben Vertrauen an was sie glauben was sie schätzen, über das wahrlich Zweifelhafte was Andere als Nahrung so geben, davon ist keine Sammlung zu erwerben, weder bei Tage noch bei Nacht.

[250] Doch jener welcher in dem dieser Zweifel gesamt abgeschitten wurde, an der Wurzel entfernt, er erwirbt Sammlung, bei Tag und auch bei Nacht.

[251] Da ist kein Feuer wie das Verlangen; kein Würgegriff wie der Hass, kein Netz wie den Wahn; da ist kein Fluß wie das Dürsten.

[252] Leicht zu sehen ist die falsche Vorstellung in anderen, die falsche Vorstellung in sich selbst zu sehen ist schwer. Wie Spreu in der Tat sortiert der Andere deinen glücklichen Wurf aus, um sein Unglück betrügerisch zu verbergen, so wie ein Glücksspielbetrüger.

[253] Jener welcher des Anderen Fehler sucht, wer so immer unterdrückt ist- seine Mundgeschwüre wachsen. Er ist weit von der Auflösung der Mundgeschwüre.

[254] Da ist kein Pfad im freien Raum da ist auch kein Schamane da draußen. Die Menschheit tanzt sich in Besessenheit, unbesitzbar: Tathāgatā

[255] Da ist kein Pfad im freien Raum da ist auch kein Schamane da draußen. Es gibt keine ewigen Gebäude, unerschütterlich: Buddha


Dhammatthavagga / Naturgesetz, Dhp 256-272

[256] Nur weil du übereilt urteilst heißt das nicht du bist der Richter. Die Weisen, wägen beides, das richtige Urteil und das falsche.

[257] Urteile Andere unparteiisch - unübereilt, im Einklang mit der Erscheinung, die Erscheinung beschützend, beschützt in der Erscheinung: Jemand wird Richter genannt.

[258] Jemand ist nicht weise weil Jemand viel spricht. Jemand ist friedlich, freundlich, furchtlos: Jemand wird Weiser genannt.

[259] Jemand er-hält nicht die Erscheinung weil Jemand viel spricht. Wer auch immer, nach dem Hören von so gut wie nichts über die Erscheinung, durch seinen Körper sieht die Erscheinung, ist nicht-achtlos der Erscheinung, er-hält wahrhaftig die Erscheinung.

[260] Jemand ist kein Ältester weil sein Kopf schon ergraut ist. So jemand ist nur reif an Alter, und wird umsonst gereift genannt.

[261] Jemand in dem Wahrhaftigkeit ist, Tugend, Gewaltlosikeit, Übung und Selbstmeisterschaft, und wer frei von Ausflüssen ist und weise - er wird wahrlich ein Ältester genannt.

[262] Weder durch gewandte Rede noch durch die Schönheit seiner Form wird Jemand vervollkommnet, wenn er eifersüchtig ist, selbstsüchtig und verschlagen.

[263] Doch wer in sich diese da komplett abschneidet, entwurzelt und ausrottet, und wer den Hass verbannt - so ein Übender wird von guter Erscheinung genannt.

[264] Nicht durch einen geschorenen Kopf wird ein Mensch ein Schamane, untugendhaft und sprechend in Falschheit.

[265] Jener welcher Schändung allesamt versammelt, ob riesig - ob verschwindend gering, in dem Zustand der Zerstörung: Er ist ein Schamane, so sage ich.


Maggavagga / Marsch, Dhp 273-289

[273] Von Märschen ist der achtpfadige der Beste, Von Wahrheiten sind vier die bestem Säulen. Entwollen ist die Beste Erscheinung vorgestellt. Von dem Zweifüßer welcher Augen hat.

[274] Dies ist der einzige Marsch, es gibt keinen anderen für die Reinigung der Einsicht. Diesem in der Tat, dem folge so nach, und du wirst Mara ratlos machen.

[275] Diesem in der Tat, dem folge so nach, und du wirst dem Stress ein Ende machen. Heraus gefunden habend wie man den Pfeil entfernt, Mache ich dem Marsch bekannt.

[276] Du musst tun was getan werden muss: Übung! Tathāgatā erklärt dir nur wie: Paṭipannā pamokkhanti jhāyino mārabandhanā

[277] Sabbe saṅkhārā aniccā - wenn man diese Weisheit durchdringt, dann entbindet Stress, auf diesem Marsch der Reinigung.

[278] Sabbe saṅkhārā dukkhā - wenn man diese Weisheit durchdringt, dann entbindet Stress, auf diesem Marsch der Reinigung.

[279] Sabbe dhammā anattā - wenn man diese Weisheit durchdringt, dann entbindet Stress, auf diesem Marsch der Reinigung.

[280] Im Augenblick der Übung übt er nicht. Jung, stark aber träge, das Ende der Vorstellung erreicht findet der Träge nicht den Marsch.

[281] Rede bewachend, Vorstellung gezähmt und Körper, auch nichtkunstfertiges unterlassen, diese drei Kammapfade sind zu reinigen, den Marsch zu vollenden, erfahrbahr vom Sehenden.

[282] Das Joch ist in der Tat das Wissen um die Geburt, Entjochung ist dieses verlorene Gebäude zu erschüttern. Berg-und-tal-Kurve gekannt als anebben und abebben, so Selbst geworden sollte man sich setzen [, meditieren,] damit das Wissen darum gekannt wird.

[283] Fäll nicht den Baum sondern den Wald geborener Angst, Das Unterholz & Dickicht geschnitten, seit entbunden oh Bettler!

[284] Denn so weit Dickicht nicht geschnitten ist, und zwar in nicht meßbar genauem Maß, Mann so wie Frau, die Vorstellung gebunden, so wie ein Kalb die Milch der Mutter säugt.

[285] Schneid ab dein Verlangen so wie eine Hand die einen Herbstlotus pflückt. Übe den Marsch der Beruhigung den der Wohlgewordene lehrte.

[286] Hier bin ich in der Regenzeit, hier bin ich im Winter im Sommer. Dies denkt ein Narr doch dann kommt etwas dazwischen das er nicht übt.

[287] So in Freude an Söhnen und Vieh mit der Vorstellung daran gebunden: Mensch. In einer Erzählung wird das Dorf von einer großen Flut davon gespült, vom Tod genommen, überwuchert.

[288] Weder Sohn ist Schutz noch Vater noch sonst ein Verbundener, wenn jemand geholt wird ist keine Verwandschaft Schutz.

[289] Diese Selbstherrschaft gekannt ist ein weiser Mensch tugendhaft beruhig. Entbindungsfördernder Marsch sollte schnell gereinigt werden.


Pakinnakavagga / Abfall, Dhp 290-305

[290] Süße sollte jemand vollständig loslassen wenn er möglich sieht: überfließende Süße. Lass los die mangelnde Süße sei weise, volkommen sehend: überfließende Süße.

[291] Rüber machen und [Andere] aufreiben, ein Selbst sich wünschend die Süße - Hass im Himmel ist blos ein sechzigstel nur, von ihm, der vom Hass rüber gemacht befreit ist.

[292] Die gährenden Mäuler derer sondern ab, welche achtlos & anmaßend sind, welche in der Tat nicht tun, was in der Tat getan werden sollte.

[293] Die gährenden Mäuler derer sind gestillt, welche sich üben im Aufhalten in Achtsamkeit & Durchdringen, und tun was in der Tat getan werden sollte.

[294] Mutter (Verlangen), Vater (Der Betrug: Selbst), so gemordet: Zwei Kriegsfürsten nur. Ein Land (Sechssinnliche und sechsinnliche Gebäude) zusammen mit seinem Zahlmeister (Das Kleben an Sinnenverlangen) hingegangen, trauerlos schreitet der Brahmamann (Würdenträger) [unangetastet] weiter.

[295] Mutter (Wollen), Vater (Ablehnen), zwei Würdenträger der Gegensätze (Trägheit & Trübheit) und (Unruhe & Reue), und ein Tiger mit fünf Streifen (Zweifel): Allesamt tod, trauerlos schreitet der Würdenträger weiter.

[296] Wohlerwachend aufwachend sind immer Gotamas Schüler, jene welche Tag & Nacht & immerfort in Richtung Buddha in Achtsamkeit sind.

[297] Wohlerwachend aufwachend sind immer Gotamas Schüler, jene welche Tag & Nacht & immerfort in Richtung Dhamma in Achtsamkeit sind.

[298] Wohlerwachend aufwachend sind immer Gotamas Schüler, jene welche Tag & Nacht & immerfort in Richtung Sangha in Achtsamkeit sind.

[299] Wohlerwachend aufwachend sind immer Gotamas Schüler, jene welche Tag & Nacht & immerfort in Richtung Körper in Achtsamkeit sind.

[300] Wohlerwachend aufwachend sind immer Gotamas Schüler, jene welche Tag & Nacht & immerfort in Richtung Nicht-Schänden in Achtsamkeit sind.

[301] Wohlerwachend aufwachend sind immer Gotamas Schüler, jene welche Tag & Nacht & immerfort sich Übung der Hingabe vorstellen.

[302] Schwer ist es loszulassen, schwer sich zu erfreuen, schwer sich aufhalten zu müssen im Haus des Stress. Stress ist Vorstellung von Ungleichgewicht; Stress ist ein Befall.

[303] Überzeugende Tugend als Ausstattung, ausgestattet mit Vermögen und Verdienst. Das was "Das was in diesem Umfeld verortet ist", wird hier nur verehrt.

[304] Weit leuchten die Wahrhaftigen, so wie die schneebedeckten Höhen. Doch hier in diesem Weltall sind sie unbeschienen, und so fliegen die Pfeile durch die Nacht.

[305] Jener welcher alleine sitzt, alleine schläft, alleine geht, Stärke zeigt und das Selbst unterwirft allein, wird in der Urwaldeinsamkeit Feude finden.


Nirayavagga / Mangel, Dhp 306-319

[306] Wer von der Wahrheit Abstand nimmt geht in den Zustand des Mangels, "Das was nicht getan werden sollte", wurde gesagt. Beidseitig des Todes werden Menschen mit so gewordener Vorstellung, anderswo auch so sein.

[307] Es gibt sogar sehr ungezügelte Robenträger, Schänder der Erscheinung. Schänden mit Schandtaten, gehen sie dem Mangel entgegen.

[308] Es wäre besser einen glühendheißen Eisenball, zu schlucken, lodernd wie Feuer, als das ein Untugendhafter frisst den Reichtum des Landes.

[309] Vierfaltig ist das Dürsten des trunkenen Menschen: Eines Anderen Partner, Handlung der Schändung, kein lustleeres Bett das dritte, und Mangel das vierte.

[310] Jener welcher so kommt in Handlung der Schändung, kurz ist diese Zuneigung Angstvoller & Angstvoller, und der König (Gesundheit!) droht mit dem Stock! Deshalb lass keinen den Partner eines anderen schänden.

[311] So wie das Kusagrass die Hand schneidet, wenn sie es unachtsam pflückt, Über dem der Schamanentum falsch berührt, zieht sich der Mangel zusammen.

[312] Jener welcher wie immer in unbewachter Tat, & in die Falle gegangen, jener (dunklen) Religion. Zweifelhaftes Würdenträgertum, das bringt nicht viel Frucht.

[313] Wenn etwas getan werden sollte, lass es jemand mit anhaltender Begeisterung tun. Zweifelhaftes Würdenträgertum, das bringt nicht viel Frucht.

[314] Nichtgemachter Stress ist besser, sonst strahlt hinterher Stress daraus. Getane Süße ist besser, das was man hinterher nicht bereut.

[315] So wie die Stadt ihre Mauern schützt, innen & außen genau so nutze jemand diese Gelegenheit. Jemand der die Gelegenheit vergehen lässt, ist in der Tat in der Trauer des Mangels.

[316] Jene welche sich schämen für was sie sich nicht schämen sollten, und schamlos sind wo sie sich schämen sollten - Falschheit der Erkenntnis als Gabe: Wesen auf dem Weg in den Mangel.

[317] Jene welche Angst haben vor dem man keine Angst haben sollte, und keine Angst haben vor dem man Angst haben sollte - Falschheit der Erkenntnis als Gabe: Wesen auf dem Weg in den Mangel.

[318] Jene welche aussagen was eine Aussage der Vorstellung ist, Aussagen was kurzsichtig eine Aussage ist - Falschheit der Erkenntnis als Gabe: Wesen auf dem Weg in den Mangel.

[319] Jene welche das falsch als falsch Und das recht als recht unterscheiden - Vollkommene Einsicht als Gabe - Wesen auf dem Weg in die Süße.


Nagavagga / Rüssel, Dhp 320-333

[320] So wie ein "Rüsseltier" widersteht den Pfeilen aus Bögen rund herum, genau so ertrag ich die Schändung durch Rede. Da sind viele mit schlechtem Betragen.

[321] Ein bezähmter Rüssel wird in die Menge geführt, und der König besteigt einen gezähmtes Rüsseltier. Der Beste unter den Menschen ist selbstgezähmt und erträgt die Schande.

[322] Das beste Maultier gezähmt ist vorzüglich, das Vollblutpferd von Sindh (von da wo die Besten her kamen zu jener Zeit an jenem Ort), und große Rüsseltiere. Besser noch ist Jemand der Selbst zähmt.

[323] Nicht auf diesen Reittieren, jedoch, erreicht man das Unbetretene Land [Nibbana], Das gezähmte Selbst töten, so geht die Zähmung der Zähmung.

[324] In die Brunft gegangen ist der Bulle "Hüter des Wohls" ist außer Kontrolle. DanngGefangen gehalten, keinen Bissen anrührend, trauert der Bulle den Rüsseltierhain.

[325] Wenn ein Mensch träge und trübe ist, schlafend und im Bett rollend wie ein gehaltenes Schwein, so entsteht Geburt nach Geburt.

[326] Bisher wanderte dieses Herz umher wie bestellt, wo es wollte und gemäß seiner Freude, aber jetzt soll es wohlgemeistert sein mit Weisheit, so wie ein Mahout mit seinem Ankus einen Elefant in der Brunft verschreckt.

[327] Erfreu dich in Nichtachtlosigkeit! Bewach deine Vorstellung und dein Herz! Jemand erhebe sich aus diesem Dung wie ein Elefantenbulle sich selbst aus dem Schlamm.

[328] Wenn jemand einen weisen und umsichtigen Freund findet, der ein gesamtes Leben bewandert, alle Hindernisse überschreitend, geht achtsam und freut euch.

[329] Wenn jemand keinen weisen und umsichtigen Freund findet, der ein gutes Leben bewandert, so wie ein König dem Königreich abdankt, geh den Marsch allein, wie ein Bulle im Rüsseltierwald.

[330] Alleine zu gehen ist besser, es gibt keine Gemeinschaft mit Kindischen. Geh alleine, kein schänden handeln, in Frieden, so wie der Bulle im Rüsseltierwald.

[331] Süß sind Freunde wenn Not entsteht; süß ist zufrieden mit gerade dem was man hat; süß ist Verdienst wenn das Leben zu Ende ist: Allen Stress und Süße zurück lassen.

[332] Am Weltall ist süß die kindliche Liebe zu seiner Mutter und ebenso süß die kindliche Liebe zu seinem Vater. Am Weltall ist süß Schamane zuzuneigen und auch Würdenträger zugeneigt sein ist süß.

[333] Süß sind diese Tugenden zum Lebensende, süß ist Überzeugung gefestigt. süß ist es Weisheit zu erwerben, Schändung nichtzuhandeln ist süß.


Tanhavagga / Dürsten, Dhp 334-359

[334] Bei jemandem der Achtlosigkeit hingegeben wächst das Dürsten wie Schlingpflanzen. Wie ein Äffchen das Früchte sammelt im Wald, hüpfend von Leben zu Leben.

[335] Wer auch immer besiegt wird von diesem verdrehten Dürsten im Weltall, dessen Trauer wächst an so wie Gras nach dem Regen.

[336] Doch wer auch immer besiegt dieses verdrehte Dürsten im Weltall, dessen Trauer fällt ab so wie ein Tropfen vom Lotus.

[337] Ich sag es dir: Gutes Gelingen an alle versammelt hier! Grab aus die Wurzel des Dürstens, [so wie ein Wildschwein die Trüffel.] (so wie ein Jemand auf der Suche ach der duftenden Wurzel des Birana Gras.) Lass nicht Mara dich zermalmen wieder und wieder, so wie die Flut ein Reet[dach - ein Haus].

[338] So wie ein Baum wieder aufsprießt wenn abgeschnitten, wenn die Wurzeln noch ganz sind und fest, genau so, bis das Dürsten das schlafend liegt entwurzelt ist, sprießt Stress wieder auf und wieder.

[339] Wessen sechsunddreißig Ströme des Dürstens mächtig in Richtung Freude durch Dinge streben, diese falsche Vorstellung in der Absicht trägt zu der eingenisteten Leidenschaft die hinfort trägt.

[340] Überall meandern diese Ströme, und die Schlingpflanze sprießt und wächst. Sehend das das Unkraut sprießt - durchtrenn seine Wurzel mit Weisheit.

[341] Einfließend [von allen Dingen] und bewäßert durch das Dürsten, Gefühle des 'Gefällt mir' steigen auf in fühlenden Wesen. Sich wendend zu den Freuden und suchend Ergötzung, fallen diese Personen Geburt und Verfall anheim.

[342] Das besessene Dürsten vorziehend hoppeltkriecht die Menschheit rundherum - so wie ein Karnickel mit Bandesschlinge gefangen. Gebunden von den Zehnbändern im Stress aufgerieben wieder und wieder und wieder für lange Zeit.

[343] Das besessene Dürsten vorziehend hoppeltkriecht die Menschheit rundherum - so wie ein Karnickel mit Bandesschlinge gefangen. Da dies so ist sollte ein Bettler, der sich nach Sensuchtslosigkeit sehnt: Zerstören das eigene Dürsten.

[344] Jener welcher Entbunden und vom Unterholz befreit, vom Unterholz befreit in das Unterholz rennt, diese Person sieht Bänder als Befreiung und geht dem auf den Leim.

[345] Das ist gar kein starkes Band, so sagen die Weisen, das gemacht ist aus Eisen, Holz oder Hanf. Sich wütend wollen Geschmeide und Schmuck, und Kinder und Partner -

[346] das ist so sagen sie ein weit stärkeres Band, das einen runter zieht und obwohl es so lose scheint so schwer zu entfernen ist. Dies durchtrennen die Weisen auch; aufgebend Sinnenfreuden und bedingte Freude zerstört.

[347] Jene welche aufgebläht sind mit diesem Raga dem Verlangen, fallen zurück in dieses Rundherum so wie eine Spinne in ihrem selbstgewebten Netz. Dies auch, das schneiden die Weisen ab. Frei von Verlangen, lassen sie allem Streß zurück.

[348] Losgelassen vor, losgelassen zurück, losgelassen dazwischen, gegangen zum Jenseits des Werdens. In alle Richtungen befreite Vorstellung kommt nicht wieder zu Geburt & Tod zurück.

[349] Jemand mit aufgeriebenen Gedanken er, der mit starkem Verlangen die angenehmen Dinge bedenkenkt, diesem jemand erwächst in der Tat ein höherer Grad des Verlangens. So wird das in der Tat starke Band gemacht.

[350] Jemand der sich erfreut an beruhigenden Gedanken er, der übt: Immerwährende Achtsamkeit. Dieser jemand der an den Verunreinigungen übt wird zerbersten Maras Bandha.

[351] Zum Ende gekommen, in die Angstlosigkeit gegangen, frei von Dürsten, und ohne Einflüsse gar; heraus gepflückt den Pfeile des Werdens - für ihn ist es der letze Körper.

[352] Jemand der frei ist von Dürsten und Kleben, die Sprache der Schrift auch übt, und den Klang der Worte als Fundament, sollte er wissen was vorne ist und was hinten, seinen letzen Körper verzehrend in großer Weisheit: Eine große Person nenne ich dich.

[353] Allerobernd, allwissend bin ich. Doch bin ich ungebunden von allem was erobert und gewusst. Alles zurücklassend bin ich befreit durch die Zerstörung des Verlangens. So direkt durchdringend alles gesamt selbst: Wen soll ich Lehrer nennen?

[354] Alle Gaben werden von der Gabe der Erscheinung besiegt; Alle Geschmäcker werden von dem Geschmack der Erscheinung besiegt; Alle Freuden werden von der Freude der Erscheinung besiegt. Dessen Dürsten gestillt ist besiegt allen Stress.

[355] Besitztümer zerfleischen nur die Dummen da (Pali: dummedha) nicht wer in der Tat auf das andere Ufer blickt. Durch Dürsten nach Besitztümern zerfleischen Dumme den Anderen wie das Selbst.

[356] Entwertet durch Kraut ist ein bestelltes Feld, durch wütendes Verlangen diese Menschheit. Daher trägt das, was den von Verlangen gereinigten gegeben wird große Frucht.

[357] Entwertet durch Kraut ist ein bestelltes Feld, durch wütenden Hass diese Menschheit. Daher trägt das, was den von Hass gereinigten gegeben wird große Frucht.

[358] Entwertet durch Kraut ist ein bestelltes Feld, durch wütenden Wahn diese Menschheit. Daher trägt das was den von Wahn gereinigten gegeben wird große Frucht.

[359] Entwertet durch Kraut ist ein bestelltes Feld, durch wütende Sehnsucht diese Menschheit. Daher trägt das was den von Sehnsucht gereinigten gegeben wird große Frucht.


Bhikkhuvagga / Bettler, Dhp 360-382

[360] Gezähmte Augen sind gut, gut sind gezähmte Ohren, Gezähmte Nase ist gut, und gut ist das Zähmen der Zunge.

[361] Gezähmter Körper ist gut, gut ist die gezähmte Rede. Gezähmtes Herz ist gut, gut ist die Zähmung Allerortens. Allerortens gezähmt ist der Bettler von all dem Stress befeit.

[362] Hände zufrieden - Füße zufrieden Rede zufrieden - höchste Zufriedenheit Innenwärts gefestigt... Ein zufriedener Bettler wird verkündet.

[363] Ein Bettler zufrieden mit dem Schlund, Gesänge hersagend doch nicht stolz. Zu hause in der Erscheinung und erhellend was so wohl gesprochen.

[364] Erfreuend an der Erscheinung, hingegeben der Erscheinung, bedenkend die Erscheinung, folgend der Erscheinung, wird der Bettler nicht fallen.

[365] Gewinn sollte jemand ablehnen, anders als "Andere neiden" handeln. Der Bettler der die Anderen neidet wird Sammlung (Sammadhi - 8facherMarsch) nicht erreichen.

[366] Der Bettler der nicht ablehnt was er bekommt, und sei es nur ganz wenig, der rein ist im Lebenserwerb (Ajivo - 8fachermarsch) und aufmerksam - den preisen noch die Devas.

[367] AllimAll über Name & Form, dem, woran das Leben hängt, um das nicht Bestehende nicht trauernd: Dich nenne ich einen Bettler!

[368] Ein Bettler der sich in unendlicher Liebendergüte aufhält, vertrauend der Lehre des Wachen. fußend in Süße die entsteht beim beruhigen gebauter Formen.

[369] Leere Bettler dieses Boot, leer segelt es leichter. Mit Verlangen & Hass überbord, segelst du nach Nibbana.

[370] Schneid ab die fünf, lass zurück die fünf, beacker die fünf. Der Bettler der die fünf (niederen) Bänder ent-wickelt hat: Die Flut überquert nenne ich dich.

[371] Üb Zen (Jhāna), oh Bettler! Sei nichtachtlos. Lass nicht dein Herz auf sinnlichen Strömen treiben. Schluck nicht die Kugel aus glühendem Eisen und klag: Das ist Stress!

[372] Es gibt kein Jhāna ohne Weisheit - keine Weisheit ohne Jhāna. Jener welcher Jhāna und Paññā vereint, ist in der Tat kurz vor Nibbāna.


[373] In die Leere gegangen mit beruhigtem Herz ein Bettler. Unmenschen (Götter, Künstliche Intelligenzen, Tiere, Mikroorganismen, Makroorganismen, Wasserschlangen) lieben die Gesamtheit der Erscheinung so klar eingesehen.

[374] Wann in sammasati (gesamter Achtsamkeit) die Tiede der khandas (Grenzflächen, Ansamlungen von Gischtblasen aus Kamma (Handlung) an den Berührungspunkten der Ströme aus dem Weltall.) sich hebt und senkt - er übt Bewegtheit (Pali: Piti, Frohlocken, freudige Bewegtheit, Fröhlichkeit) über Nichtwahn. Todlos nennt man diese Unterscheidung zu kennen.

[375] Da ist dieser Startpunkt: hier, für mit Paññā ausgestattete Bhikkhus, die sinnliche Grundlage bewachen bringt Befriedigung, den Pfad zur Freiheit (pātimokkhe) und edles Band.

[376] Lass ihm werden gute Freunde [in der Erscheinung], reinen Lebenserwerb tätig übend. Es wäre das freundlich Handeln, es wäre das gute Betragen, auf das folgt: Voll mit Nichtwahn geworden, das Ende des Streß du wirst tun.

[377] So wie das Jasminkraut seine verwelkten Blüten abwirft, genau so, oh Bettler häute dich von Verlangen & Hass.

[378] Der Bettler welcher beruhigt ist im Körper, beruhigt in der Rede, und beruhigt in Gedanken, wohlgefestigt darin und den weltlichen Gewinn weggeworfen. Vortrefflichen Bettler nenn ich dich.

[379] Selbst zurecht gewiesen - gezähmtes Selbst. Der Achtsame Bettler - er verweilt in Süße.

[380] Jemand ist Jemand der Schutz [der Meister, der Herr], Jemand ist Jemand die Zuflucht [die Zukunft]. Daher sollte Jemand dieses Wildpferd zähmen, so wie ein Pferdeflüsterer den Vollbluthengst.

[381] Voller Freude, voller Überzeugung in die Tradition der Wachen, der Bettler erwirbt den Frieden sich, den Segen des Endes der gebauten Dinge.

[382] Dieser Bettler welcher wenn er jung ist sich hingibt der Traditon der Buddhas, der erhellt die Nacht, so wie der Mond ohne Wolken.


Brahmanavagga / Würdenträger, Dhp 383-423

[383] In unerhörter Tat (parakkamma), zerstöre den Strom aus Sinnenverlangen und verbann es, oh Würdenträger! Wissend um Gebäude, deren Verwitterung gekannt, werde der Kenner des Ungebauten, oh Würdenträger!

[384] Wenn ein Würdenträger den Gipfel von zwei Pfaden erreicht [Selbstberuhigung und Einsicht], dann kennt er die Wahrheit und seine Bänder fallen ab.

[385] Jener welcher für den es weder dieses noch das nächste Ufer gibt, oder gar beide, er der frei von Not ist und ungebunden - so einen nenn ich Würdigen.

[386] Jener welcher so bedenkend ist, dessen Arbeit getan ist und wer frei ist von Maulfäule, das höchste Ziel erreicht hat - so einen nenn ich Würdigen.

[387] Die Sonne sie scheint am Tag, der Mond er scheint bei Nacht. Der Krieger er scheint wohl in seiner Rüstung, Der Würdenträger erscheint im Jhana. Buddha erscheint bei Tag und bei Nacht voller Pracht.

[388] Jemand der um Böses einen Bogen macht, den nenne ich Würdenträger. Jemand der gestillt lebt, denn nenne ich Schamane. Jemand der seine einenen Dung abwäscht, den nenne ich mit allen Wassern gewaschen.

[389] Niemand sollte einen Würdigen schlagen; ein Brahmane sollte nicht Wut hegen gegen den der angreift; es ist schandhaft einen Würdigen zu schlagen; es ist noch schandhafter Wut zu hegen gegen den der angreift.

[390] Für Jemand würdigen gibt es nichts besseres, als seine Vorstellung fern zu halten von dem Ersehnten. In dem Ausmaß in dem die Absicht zu schaden sich abträgt, in dem Ausmaß versickert der Streß.

[391] Jemand der kein Böses tut in der Tat, Wort und Vorstellung, Jemand so dreifaltig gezähmt - so einen nenne ich Würdigen.

[392] So wie ein Würdenträger sein Opferfeuer sich verehrt, genau so sollte jemand hingebungsvoll verehren, den Jemand der Jemand lehrte die Erscheinung gelehrt von einem Gesamtselbsterwachten.

[393] Weder durch graue Haare, noch durch Abstammung, oder durch Geburt wird man Würdenträger. Jener Welcher in Wahrheit erscheint, und auch wahrlich so rein ist: Er ist Würdiger.

[394] Was ist der Wert von deinem weißen Haar, oh Weisheitsloser Mensch? Was mit deinem schicken Mantel aus Antilopenhaut? In dir drinnen drin da ist Verwicklung, denn nur außen wächst du dich.

[395] Der Jemand der trägt einen Mantel aus Lumpen, der sparsam ist bis das die Venen sich zeigen. Jemanden der alleine im Wald im Jhana ist - so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[396] Ich verkünde seine Würde nicht aufgrund seiner Linie oder hochgeborenen Mutter. Wenn er voller anhängender Anhaftungen bleibt, ist er nur ein eingebildeter Mensch. Jemand die Anhaftungen überwunden das Unangehaftete angehaftet, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[397] Er alles Joch ganz abgeschtreift, er zittert nicht mehr. Jemand die Anhaftungen überwunden das Unangehaftete angehaftet, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[398] Er der den Riemen durchtrennt hat, das Band, und das Seil, zusammen mit dem Zeug. Er der die (fünf) Hindernisse entfernt hat und erwacht, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[399] Er ohne Groll erträgt Mißbrauch, Schlagen & Strafe; wessen Kraft, echte Macht ist: Gedult, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[400] Jemand der ohne Haß ist, hingegeben, tugendhaft, und ohne Verlangen, Selbst unterworfen und der den letzen Körper trägt, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[401] So wie Wasser auf einem Lotusblatt, oder ein Senfkorn auf einer Nadelspitze, er, der nicht an Sinnenfreuden klebt, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[402] Er, der in eben diesem Leben übt für sich selbst: Das Ende des Stress, der die Last zur Seite legt und vogelfrei wird, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[403] Er der tiefgehendes Wissen hat, jemand der weise ist, erfahren in der Unterscheidung des rechten oder falschen Pfads, und der das höchste Ziel erreicht hat, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[404] Jemand der sich nicht sammelt mit Sesshaften & Wandernden einerlei. Lebend ohne weltliche Bindung, keinen Titel wollend, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[405] Den Knüppel niedergelegt mit Bezug zu lebenden Wesen, bibbernd oder fest: Dieser würde weder töten noch töten lassen, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[406] Er der freundlich ist unter den Feindseeligen, friedlich unter den Bekriegenden, und ungebunden unter den Gebundenen, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[407] Er wessen Verlangen & Hass & heuchlerische Vorstellung, zum Abfallen gebracht wurden, so wie ein Senfkorn auf einer Nadelspitze, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[408] Er der sanfte, anleitende und wahre Worte spricht, wer niemanden beeindruckt, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[409] Er der in dieser Welt nichts nimmt was nicht gegeben, sei es lang oder kurz, klein oder groß, gut oder schlecht, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[410] Er der nichts will aus dieser Welt oder einer Nächsten, wer wunschlos ist und unabhängig, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[411] Er der von Anhaftungen nicht gefunden wird, hat ohne Zweifel gefunden: Verschmelzung mit dem Todlos erreicht, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[412] Er der in dieser Welt das was bleibt von Verdienst und Verlust überschritten hat, trauerlos ist, staublos und rein, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[413] Er der, wie der Mond, unbefleckt und rein, heiter und klar, wer die Freude am Sein sich zerstört, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[414] Er der diese schlickige, gefährliche und wahnsinnige Fahrt des Seins durchmessen hat, übergesetzt hat zum anderen Ufer, in Jhana verweilend beruhigt ohne Zweifel, nicht festhaltend Nibbana, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[415] Er der, Sinnenfreuden hier stehen lässt, als Umherwanderer umherwandert, hat die Sinnenfreude und weiteres Sein beides zerstört, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[416] Er der, Verlangen hier stehen lässt, als Umherwanderer umherwandert, hat das Verlangen und weiteres Sein beides zerstört, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[417] Er der, dem Joch (yoga) des Menschen entsagt, dem Joch der Unmenschen entschlüpft. Von allen Jochen befreit, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[418] Er der, Vorlieben und Haßlieben entläßt, so wundersam beruhigt wurde, er wird frei von Form. so wie ein Held der das Weltall erobert, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[419] Er der das Verschwinden und Entstehen von Wesen weiß, wer alles gesamt unbesetzt, wohlgegangen, erwacht, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[420] Er dessen Gang keine Devas, keine Lautenspieler (Gandharva) oder Menschen kennen können. Das "Wegwerfen von Nichtkunstvollem - der Rückzug" geworden - arahantam, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[421] Er der an nicht aus der Vergangenheit hängt, von jetzt oder später, wer an nichts hängt und an nichts hält, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[422] Diesen Bullen, den Vorzüglichen, den Heldenhaften, den Großen Weisen, den Eroberer, den Leidenschaftslosen, den Reinen, ein Buddha, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

[423] Frühere Blütenleben zu wissen, und Himmel&Hölle zu sehen, das Ende der Geburten erworben, höheres Wissen vervollkommnet, gestillt, ganz Vervollkommnungsvervollkommnung, so jemanden verkünde ich als Würdenträger nur.

Ehre wem Ehre gebührt!

Hinweise:

  • 1) mānasa einer der drei Begriffe die im Englischen als "the mind" wieder gegeben werden. Hier ist es der Anteil des Vorstellungsvermögens, der im Vordergrund steht. Später cittā - das Herz. Und dann gibt es noch so etwas wie Unterscheidungsvermögen, mit dem man den Herzaspekt, irgendwie den Geist, den Spirit, den Atem, den Ist-Zustand der eigenen Epigenetik (das was jenseits der sechsfaltigen Sinnlichen Umgebung, dem Weltall tatsächlich gegewärtig ist) sich zur Brust nimmt: vinnana - man könnte sagen so eine Art Gesamtbewußtsein. Das teilen wir alle und alle sind ein Teil davon. Etwas übergeordnetes gutes, wahres, schönes zu dem wir uns auf diesem Pfad der Übung - dem einzigen - Zugang verschaffen können. Der große Mensch. Nein, nicht Siddharta Gotama, sondern älter viel viel älter und ewig. Zumindest so ewig wie die Raumzeit oder diese dünne zarte Grenzfläche auf diesem - GENAU DIESEM EINEN - Planeten an den wir so gebunden sind, existiert. Wie ausufernd selten ist diese menschliche Geburt, wie ausufernd kostbar! Schätze das. Schände das nicht. Es gibt tatsächlich ein Jenseits... Worte gibt es nicht. Oder sind es diese hier für dich? Ich weiß es nicht - du bist Jenseits der Grenzen dieses Weltalls. Ding Dang Dong.Zurück
  • 2) Dhamma: Die Lehre vom Dhamma und dem Vinnaya, oder kurz: Das Dhamma - die Erscheinung. Oder auch eine Erscheinung allgemein. Die Gesamtheit ihrer Eigenschaften. Ein Naturgesetz. Zurück
  • 3) Dukkha: Leid, Stress, wörtlich die Reibung (in einer Radnarbe) Zurück
  • 4) Sukha: Die Süße, das Glück, Zufriedenheit, Fröhlichkeit, Freude - die wahre und die ware und dann noch die Verführungskraft... Mara: Nimm dir was du willst Zurück
  • 5) Samaṇa: Suchender, "Schamane", Jemand der durch asketische Übung und wissenschaftliche Untersuchung versucht zu verstehen was vor sich geht. Die Erscheinung entstand im Rahmen der Samaṇa Bewegung durch die Übung des Siddhardta Gotama, der so Tatagatha war. Zurück
  • 6) Nibbana: Entbindung, der Zustand in dem die Flamme vom Ort des Brennens verschoben wird und erlischt. Weiteres Brennmaterial steigt auf und entzündet sich so immer wieder durch Berührung mit anderen Feuern.
    Bildnachweis
    Dauerhaftes Nibbana wird durch Übung erreicht. Man lernt. Man erbaut sich (und sein Gehirn, seinen ganzen Körper) in Frieden und Freiheit - ja man übt das Sterben, das letze Nibbana: Parrinibanna. Die letzliche und endliche Auswurzelung des Stress & der Freude.Zurück
  • Nahrung, Kleidung, Schutz, Medizin - das was ein Homo Sapiens (ein Weiser) benötigt.Zurück
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